Published by Manz, Wien, 1909
Seller: Malota, Klosterneuburg, Austria
Orig.-Broschur, 16x24, S 40. Umschlag leichte Gebrauchsspuren, innen ein paar Eselsohren, aber nicht schlecht.
Published by Wien: Manz'sche k.u.k. Hof-Verlags- und Universitäts-Buchhandlung, 1912
Seller: Antiquariat Kretzer, Kirchhain-Emsdorf, Germany
Condition: Sehr gut. 105, (1) Seiten. Frakturdruck. Energische und polemische Streitschrift wider die Bedrohung durch den aufkommenden Automobilverkehr in Österreich. - ÖBL VIII, 63f. - Die ersten Autofahrer Wiens waren als Snobs, Raser (zul. Höchstgeschwindigkeit von 15 km/h), Lärmer und Quell zahlreicher Unfälle verschrien. Der Pädagoge und Ministerialbeamte Michael Freiherr von Pidoll beschreibt in seinem "Weckruf" die enorme Lärmbelästigung, den Schaden für Ruhe und Gesundheit und zahlreiche sich aus dem "Automobilismus" ergebende Gefahren für die Bevölkerung. Pidoll rechnet vor: Ein fahrendes Auto stoße innerhalb von zehn Minuten mindestens 50 Hupsignale aus, wovon jedes Mal 50 bis 100 Menschen betroffen seien, was eine Störung von 2.500 bis 5.000 Personen ergebe. Das scharfe, weithin vernehmbare Signal belästige somit Tausende von unbeteiligten Menschen. Da es ein Alarmsignal sei, befinde man sich ständig im Zustand der Alarmierung. Und dies ohne Unterlass, bei Tag und Nacht, in der Innenstadt genauso wie am Stadtrand. Er appelliert an die Bewohner Wiens: "Das große Publikum, die Bevölkerung, das bisher 'schlafende Heer' muss endlich einmal erwachen und in der Sache des Automobilverkehrs zum Worte und zu entsprechendem Einfluss gelangen." - Interimseinband nur schwach gebräunt und angeschmutzt. Eine Lage gelöst, sonst sehr gutes und sauberes Exemplar der kulturgeschichtlich interessanten Streitschrift. Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 1001 8° (22,5 x 14,5 cm). Interimsbroschur. [Softcover / Paperback].