Katalog der aus der Sammlung des kgl. Rates Marczell von Nemes-Budapest ausgestellten Gemälde (Städtische Kunsthalle Düsseldorf)

Published by Düsseldorf, Druck und Verlag A. Bagel, 1911

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4°. 4 S. Text und die Tafeln. Halbpergament, montiertes Wappen, gutes Ex. 122 feste Blatt mit vorgebunden Beschreibungsblatt, Titel kl. Widmung an Herrn Emil Brach, SIGNIERT v. Marczell von Nemes. ------- Marcell Nemes, auch Marczell Nemes, (* 4. Mai 1866 in Jánoshalma, Kaisertum Österreich als Moses Klein; gest. 28. Oktober 1930 in Budapest) war ein ungarischer Finanzmagnat, Kunstsammler und Kunstmäzen. Nemes' Vorfahren betrieben seit den 1830er Jahren in Transsylvanien ein Geschäft im Woll- und Tabakhandel, das bis zum Ende des 19. Jahrhunderts auf den Holz- und Kohlenhandel und auf Finanzgeschäfte ausgeweitet wurde. Marcell Nemes hatte seinen Namen magyarisiert, er wurde auf Grund seiner wirtschaftlichen Erfolge im Jahr 1903 zum königlich ungarischen Rat ernannt. Nemes' besondere Sammlerleidenschaft galt gewebten Stoffen aus der Renaissance, daneben sammelte er auch Möbel, Plastiken und alte Gemälde des holländischen und flämischen 17. Jahrhunderts, aber auch Gemälde von Zeitgenossen, insbesondere der französischen Malerei des 19. Jahrhunderts von Eugène Delacroix bis Vincent van Gogh. Nemes wurde zu einem der Wiederentdecker El Grecos, indem er dessen Bilder teilweise eigenhändig in Spanien aufstöberte und seiner Sammlung hinzufügte. Seine Käufe fußten auf den kunsthistorischen Vorarbeiten Julius Meier-Graefes und auf der Zuarbeit Pariser und Münchner Kunsthändler.Bereits Ende 1911 übernahm der Mannheimer Unternehmer Karl Lanz von ihm 40 Gemälde alter Meister. Auch 1913 war Nemes auf Liquidität angewiesen und verkaufte nun den Großteil seiner Sammlung über den Pariser Kunsthandel, nachdem er erfolglos den Düsseldorfern für sechs Millionen Mark zehn El Grecos und 112 alte Meister und moderne Maler angeboten hatte. In der Pariser Versteigerung in der Galerie Manzi kamen u. a. zwölf El Greco, zehn Courbet, vier Manet, sechs Renoir und sechs Cézanne unter den Hammer.Nach dem Ersten Weltkrieg floh Nemes während der ungarischen Revolutionswirren aus Budapest und ließ sich in den 1920er Jahren dauerhaft im Haus Leopoldstraße 10 in München nieder. 1921, bei fortgeschrittener Inflation, kaufte Nemes das Schloss Tutzing für 800.000 Mark. 1924 erwarb Oskar Reinhart ein Bild von Francisco Goya von Nemes, 1928 wurden wieder Teile einer erneut umfangreichen Sammlung in Amsterdam veräußert. Oskar Kokoschka porträtierte Nemes 1928 zwei Jahre vor dessen Tod; damals hatte er in seiner großen Sammlung immer noch ein Gemälde El Grecos, aber vor allem noch seine gesammelten Stoffe.…

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Bibliographic details

Title
Katalog der aus der Sammlung des kgl. Rates Marczell von Nemes-Budapest ausgestellten Gemälde (Städtische Kunsthalle Düsseldorf)
Author
von Nemes, Marczell
Publisher
Düsseldorf, Druck und Verlag A. Bagel
Publication year
1911
Condition
Gut
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Signed by Author(s)
Edition
1. Ausgabe.
Item weight
2,300 grams
Dimensions
4°.
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ANTIQUARIAT H. EPPLER

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