Leipzig Rochlitz (3 results)
Published by Dresden (Köhler), 1904., 1904
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72 S. mit zahlr. Textabb.- + Bildtafeln. ill. OPb. NaV., gutes Ex. EA.

Porträt. Brustbild in Rüstung. Kupferstich (bei Merian?), aufgeklebt, 14 x 11,5 cm, um 1650.
Lillie, Axel Graf (1603 Berga - 1662 Lövstad). schwed. Militär u. Staatsmann. 1638 Gouverneur von Vorpommern, belagerte 1641 Brandenburg an der Havel, 1642 von Meißen, 1645 Rochlitz, Kommandant von Leipzig, 1648 Reichsrat in Stockholm, 1652 Generalgouverneur von Pommern, 1657 Feldmarschall, 1661 Generalgouverneur von Livland.
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0. Bis an Bildrand (etwas ungleich) beschnitten. Sprache: Deutschu.
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Condition: Gut. Occulta, Alchemie: Michael Bapst, Artzney Kunst und Wunder Buch, Leipzig 1604, zwei Teile in einem Band Originales Okkulta-Werk des medizinischen Volksschriftstellers Michael Babst (1540-1603), auch mit Alchemie-Rezepten. Zwei Teile in einem Pergament-Band (so komplett): "Artzney Kunst und Wunder Buch, Darinnen n…eben allerley Alchymistischen unnd Jatrochymischen, Wercken, Kunststücken und Experimenten, vornemlich angezeiget wird, wie beyde den krancken Menschen und Viehe durch solche Artzney und Mittel mit Gottes Segen kan geholffen, auch viel nothwendige un künstliche dinge können verrichtet werden, die der Mensch selber in und an seinem eigenem Leibe hat. Sampt nützlichen Unterricht, wie man aus dem Menschlichen Cörper allerley Destillation, Oel, Saltz und künstliche Extract zur Artzney, Alchymistischen unnd andern Künsten dienstlichen praepariren und machen sol. Beneben Erzehlung denckwirdiger Historien und wunderbarlichen Dingen, etc. Aus vieler alter und newer Artzte Bücher und eigener Erfahrung widerumb auffs newe in Druck verfertiget, und in zwey unterschiedliche Bücher verfasset. Durch Michael Babst, von Rochlitz. Der erste Theil." Und: "Artzney Kunst und Wunder Buch. Ander Theil. Darinnen neben allerley Alchymistischen und andern Kunststücken, wunderbarliche Sachen und Historien angezeiget wird, wie beyde dem krancken Menschen und Viehe durch solche Mittel kan geholffen werden, die sie selber in und an ihren eigenen Leibern haben. Aus fürnehmen ArtzneyBüchern unnd eigener Erfahrung mit fleiß zusammen getragen, und in Druck verfertiget. Durch Michaelem Bapst, von Rochlitz." Zwei Teile in einem Band (komplett). Das Werk erschien erstmals 1596/97 (in drei Bänden). Leipzig, Henning Große 1604 Originaler Schweinsleder-Band (20 x 16 x 6,5 cm) mit Rotschnitt und einem (von zwei) ledernem Bindeband. (20) + 462 + (2) + (20) + 581 Seiten. Beide Teile mit umfangreichem Register der Rezepte. --- Zustand: Einband etwas fleckig, ein Bindeband fehlend. Einige Lagen sind stark gebräunt, andere dagegen kaum. Das hintere Innengelenk ist gebrochen. Mit handschriftlichem Exlibris-Vermerk des Antiquars und Okkultisten Heinrich Tränker (1880-1956) auf dem Vorsatz: "Ex libris Bibliotheca mystica. Heinrich Traenker. Lipsia." Michael Bapst (auch: Baptist von Rochlitz) (geb. 24. August 1540 in Rochlitz; gest. 19. April 1603 in Mohorn) war ein evangelisch-lutherischer Pfarrer und medizinischer Volksschriftsteller aus der Familie Pabst von Ohain. Leben: Bapst wuchs mit seinen vier Geschwistern in einem sehr gebildeten Elternhaus auf. Ein kurfürstliches Stipendium ermöglichte ihm den Besuch der Landesschule Pforta. Ab 1564 studierte er an der Universität Leipzig Theologie. Bis zur Übernahme einer Pfarrstelle in Mohorn 1571 war er in Rochlitz als Lehrer tätig. 1569 erreichte er den Grad eines Baccalaureus und 1571 wurde er Pfarrer zu Mohorn in Sachsen. Im gleichen Jahr heiratete er Marie Steinmüller; sie hatten elf Söhne und eine Tochter. Seit 1578 betrieben sie in Mohorn eine erfolgreiche Erziehungsanstalt, wohin auch die von Schönberg ihre Söhne brachten. Als Autodidakt befasste sich Bapst mit medizinischen Themen. 1596 erschien der erste Band seines Leib- und Wundarzneibuchs. In der Neuen Deutschen Biographie (NDB) wird zu seinen populärmedizinischen Schriften kritisch angemerkt: „Als Nichtmediziner unterliefen ihm dabei viele grobe Fehler, überdies ist er in der Auswahl seiner Quellen kritiklos. Er selbst dürfte kaum als Heilbehandler tätig gewesen sein. (…) seine Bücher sind eher kulturhistorisch bedeutsam, als daß sie irgendeinen medizinisch-wissenschaftlichen Wert hätten.".