Published by Geological Survey, United States Department of the Interior, 1972
Seller: Gold Beach Books & Art Gallery LLC, Gold Beach, OR, U.S.A.
Soft cover. Condition: Good. No Jacket. vi, 77 pages; orange stiff paper wraps, black titles; stapled binding; black & white illustrations, charts and maps; 2 large maps in pocket tipped-in to rear ("Map showing area flooded by Chena River, Fairbanks, Alaska, August 1967" and "Map showing location of flood area and flood-data for flood of August, 1967, east-central Alaska"); some wear to wraps, light wrinkling to fore-edge, previous owner's initials to front, still solid; a good minus copy.
Seller: Christian Value Books, Papanui, New Zealand
Softcover/Paperback. Condition: Fair. No Description.
Published by Halle Renger -25, 1821
XX, 474 Seiten, 1 Bl. Anz.; X, 542; X, 638 Seiten. Grüne Pappbände der Zeit. Einzige Ausgabe. - Johann Friedrich Meckel (1781-1833) der Jüngere wird oft als den deutschen Cuvier bezeichnet. "Sein System der vergleichenden Anatomie, welches er von 1821-1833 herausgab, das aber unvollendet blieb, ist von Anfang an als eine classische Arbeit und als eine seiner besten Leistungen angesehen worden." (N. Rüdinger in ADB 21, 159 ff.). - Titel mit altem Stempel, kl. Bibl.-Sign. und Namenszug (in II/2); Exlibris Joachim Gabka. Einbände etw. bestoßen, Rückenbezug etw. rissig. Innen sauber. - Garrison/Morton 318.
Language: German
Seller: Eberhard Köstler Autographen&Bücher oHG, Tutzing, Germany
Manuscript / Paper Collectible
Ohne Ort [Halle], 1. IX. 1825, Qu.-8°. 1 Seite. Über die Drucklegung seiner "Beyträge zur vergleichenden Anatomie": "[.] habe ich die Ehre, hiebei die Corr. des 4 Bogens, den Nachtrag nebst den 3 Zeichnungen, die sogleich gestochen werden können, zu schicken. Wegen der Tafel mit den Knochenköpfen bemerkte ich schon früher H. Reclam dass sie in querer Richtung mehr auseinander gerückt werden können, weil sie zu dicht stehen. Von Bogen 4 muss ich wohl noch eine Corr. haben. Eben so hat mir H. Reclam nie Aushängebogen von 1-3 geschickt. Ich habe kein abgeschriebenes MS weiter u. glaube auch, dass H. R[eclam] nur noch einige Zeilen hat. Sobald ich hierüber Nachricht habe, schicke ich Ihnen gleich das folgende MS, aber nicht in Abschrift, indem Sie sich überzeugen werden, dass das MS gar nicht so schlecht ist wie es Gott weiss warum seyn sollte, indem der Abschreiber Ihnen und mir die Sache durch Unsinn und Auslassungen erschwerte. Das MS des Archivs [für Anatomie und Physiologie] folgt in den ersten Tagen der nächsten Woche, da ich jetzt gerade mit vielen Arbeiten belästigt bin [.]" - Leicht gebräunt. Gewicht (Gramm): 10.
Language: German
Seller: Eberhard Köstler Autographen&Bücher oHG, Tutzing, Germany
Manuscript / Paper Collectible
Halle, 16. III. 1817, 4° (23,5 x 19,5 cm). 1 Seite. Mit rückseit. Adresse und Siegelrest. An den Chirurgen Philipp Franz von Walther (1782-1849), der 1804-18 Professor in Landshut war und dann nach Bonn enthält: "[.] Es setzt mich in großes Erstaunen, daß Sie meine Antwort nicht richtig erhalten haben, da ich die Ihre immer umgehend schrieb. Aus der ersten kennen Sie alle Verhältnisse, die Sie zu wissen wünschten. Die clin. chir. hat 1000 rth rein und ist völlig unabhängig. Heute kann ich Ihnen jedoch noch nichts bestimmtes sagen: was ich aber befürchtet ist eingetroffen, man stößt sich an die Höhe Ihrer ersten Forderungen [.] Wundern Sie sich darüber nicht, da man in Berlin, und namentlich kürzlich in Landshut uns so schöne Beispiele gegeben hat! [.] Um das Geschäft zu Ende zu bringen bitte ich Sie nun dringend und inständig mir sogleich umgehend die Bedingungen zu schreiben, unter welchen Sie fest und bestimmt zu kommen entschlossen sind. Ich habe aber so von Berlin aus ganz bestimmte Maxima verlangt, zu welchen man sich verstehen will. Ihre Erklärung und die Berliner können dann hier zusammentreffen und ich dann im Besitz von beiden, sowohl Ihnen als dem Ministerium sogleich den Ausgang der Sache melden, die dann augenblicklich entschieden ist. Ich würde nicht zu sehr auf die Witwenpension zu drängen [.] Was Sie aber am Schluß mögen so bitte ich nur inständig um schnelle und bestimmte Bedingungen auf welche Sie sich zu kommen anheischig machen [.] Sie glauben nicht wie sehr ich wünschte mit einem Mann zusammen zu seyn, von dem ich gern gestehe, daß er Muster und Gegenstand des Wetteiferns ist: denn der unbegründeten Collaboratoren bin ich von Herzen satt [.]" Gewicht (Gramm): 10.
Language: German
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Manuscript / Paper Collectible
Halle, 28. III. 1817, 4° (23,5 x 19,5 cm). 2 Seiten. Doppelblatt mit Adresse und Siegelrest. An den Chirurgen Philipp Franz von Walther (1782-1849), der 1804-18 Professor in Landshut war und dann nach Bonn berufen wurde: "Leider muß ich durch diesen Brief ein sehr unangenehmes Geschäft besorgen! Meine Befürchtungen des Ersten sind eingetroffen und man hat aus der angeblichen Unmöglichkeit, Ihre Wünsche zu befriedigen Herrn Weinhold, der seine Sachen in Berlin persönlich betrieben hatte, hier angestellt. Hierbei schicke ich Ihnen drei Actenstücke in dieser Sache, welche Ihnen beweisen werden, daß ich auf ausdrückliche hohe Veranlassung handelte und alles that, was ich konnte, der Anstalt, Ihnen und mir zu dienen. Der Versuch, Sie zu gewinnen, war der letzte den ich machte, diese durch zahlreiche Mißgriffe, innere und äußere unglückliche Verhältnisse täglich mehr sinkende Anstalt zu heben. Es ist mißlungen und ich bin, so sehr ich auch für meine Person dem Staate [.] verpflichtet bin, fest entschlossen ohne Rücksicht auf Verbesserung meiner Lage, anderwärts meine Künste anzuwenden, wenn sich eine Gelegenheit dazu darbietet. Sie werden in dieser ernsten Erklärung, die übrigens kein Erzeugniß des augenblicklichen Mißmuthes ist, gewiß keinen Gebrauch machen, der mir ohne Ihren Willen schaden könnte, ich bitte Sie aber dringend, sie dort wo sie nützen und zu einem guten Ziele führen könnten zu benutzen, indem ich als Mann von Ehre versichere, daß sie ernstlich fest und unwiderruflich ist. Ich würde [.] unbedingt meinen Abschied nehmen, wenn ich nicht mein ganzes Vermögen meiner Ausbildung und meiner Sammlung, [.] in deren völlig freien Besitz ich bin, gewidmet und für eine Frau, die ich unaussprechlich liebe, zu sorgen hätte [.]" Gewicht (Gramm): 20.
Language: German
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Manuscript / Paper Collectible
Halle, 4. II. 1817, 4° (23,5 x 19,5 cm). 3 Seiten. Doppelblatt mit Adresse und Siegelausriss (Buchstabenverlust). An den Chirurgen Philipp Franz von Walther (1782-1849), der 1804-18 Professor in Landshut war und dann nach Bonn berufen wurde, über Gehaltsfragen bei einm Ruf nach Halle: "Ihr soeben eingegangenes geehrtes Schreiben vom 21t. v. M. eile ich sogleich zu beantworten - zugleich, da auch dies für mich bestimmt war, das an [Gottlieb] Hufeland, welches wir gemeinschaftlich lasen. Sie kennen seitdem aus meinem 2t. Briefe das Gehalt der Stelle. Sie wünschen 400 rth. mehr. Ohne mich um den Erfolg zu bekümmern, habe ich gleich bei dem Minister darauf angetragen und jeden Grund der mir zu Gebote stand, angeführt, kann indessen nichts bestimmtes voraussagen. Bemerken aber darf ich, daß das höchste Gehalt in der Fakultät 1500 rth. beträgt [.] Ihr Wunsch ist dringend und mehrfach empfohlen. Sollte er aber dennoch nicht ganz erfüllt werden, so möchte ich doch, daß Sie folgendes erwägen. Sie fragen Hufeland ob Sie wohl hier, wie in Landshut 400 fl. Fakultäts- u. Honorareinkünfte hätten? Dies beträgt wenig mehr als 200 rth. und ich habe Ihnen schon berechnet, daß sie mit der größten Sicherheit auf 400 rth. Fakultätseinkünfte rechnen können, also schon hiervon das Doppelte [.] Auf dieses mein Schreiben bekomme ich sehr bald Antwort, welche bestimmt den besten Entschluß des H. Ministers enthält: sehr angenehm würde es schon seyn wenn Sie mich, zuerst von allen möglichst umgehend [.] unterrichteten. Ich verspreche als Mann von Ehren, von dieser keinen Gebrauch zu machen, der Ihrem Urtheil im Wege stehen könnte und wünsche es mir als ein Beschleunigungsmittel. Ostern müssen Sie übrigens, oder spätestens Pfingsten kommen, sonst läuft wenigstens für das nächste Semester die Medicin auseinander [.]" - Kleiner Braunfleck. Gewicht (Gramm): 20.
Language: German
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Manuscript / Paper Collectible
Halle, 1. III. 1817, 4° (23,5 x 19,5 cm). 3 Seiten. Doppelblatt mit Adresse und Siegelrest. An den Chirurgen Philipp Franz von Walther (1782-1849), der 1804-18 Professor in Landshut war und dann nach Bonn berufen wurde: "[.] Ihren eben eingegangenen, mir äußerst werthen Brief eile ich sogleich zu beantworten, muß aber vorher das traurige Geschäft übernehmen, Ihnen des wackeren [Gottlieb] Hufelands kürzlich an einer Pneumonie äußerst schnell erfolgten Tod zu melden. Äußerst lieb ists mir, daß Sie mich zum Widerspruch gegen die hier verbreiteten Gerüchte, daß Sie auf keinen Fall kommen würden, autorisieren. Woher sie kommen, weiß ich nicht: ich vermuthe aber, daß sie nicht blos aus Regensburg, sondern sowohl von hier als von Berlin herstammen. Das Verhältnis von 1 rth. zu 1 fl. ist ganz bestimmt zu hoch, viel zu hoch! Auf meinen Reisen habe ich keine bedeutende größere Wohlfeilheit in Ihren Gegenden gefunden und Hufelands Familie meint, daß es sich am Ende ziemlich balancieren werde. Ihr Gehalt beträgt nach unserem Gelde nicht 940 rth. [. weiter ausführlich zu Gehaltsfragen . ] Das clinicum chir. hat mir dem medic. durchaus gar nichts gemein, nicht einmal Lokalitätsverhältnisse [.] Seyn Sie überzeugt, daß mich die Aussicht mit Ihnen nahe verbunden zu werden, äußerst glücklich macht, nicht bloß, weil ich den geistreichen Gelehrten in Ihnen verehre, sondern weil ich die Überzeugung habe, einen Mann von edlen und würdigen Charakter zum Collegen zu bekommen. Den Werth davon sieht man erst ein, wenn man [.] diese Eigenschaften zu bemerken Gelegenheit gehabt hat. Noch in diesem Augenblick schreibe ich aufs Neue an das Ministerium, um den Entschluß zu beeilen [.]" - Kleine Randschäden. Gewicht (Gramm): 20.
Language: German
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Manuscript / Paper Collectible
Halle, 28. I. 1817, 4° (23,5 x 19,5 cm). 2 Seiten. Doppelblatt mit Adresse und Siegelrest. An den Chirurgen Philipp Franz von Walther (1782-1849), der 1804-18 Professor in Landshut war und dann nach Bonn berufen wurde, wegen einer Bewerbung in Halle: "[.] Ihr Stillschweigen sowohl gegen Herrn Prof. [Gottlieb] Hufeland als gegen mich nöthigt mich, Sie abermals mit diesen Zeilen zu beschweren welche nur die dringende Bitte einer baldigsten bestimmten Antwort enthalten. Die gänzliche Unfähigkeit des p. Széndi zu wissenschaftlichen Vorträgen ist so erwiesen daß, wenn nicht bis auf Ostern d. J. seine Stelle völlig ersetzt ist, mit Ausnahmen weniger veredelter Barbiergesellen, alle Mediziner der Universität um so mehr verlassen als jeder Professor, der nicht seinen, sondern ihren Urtheil im Auge habe Ihnen dazu rathen muß. Haben Sie daher die Güte mir umgehend zu antworten damit ich von der Lage der Sache Bericht erstellen kann und erlauben Sie mir hinzuzufügen, daß ich, wenn ich nicht in der Zeit in welcher eine Antwort auf diesen Brief möglich ist, einige Zeilen von Ihnen habe, dieses Stillschweigen als eine abschlägige Antwort anzusehen gezwungen bin. Der Drang der Umstände nöthigt mich zu dieser Erklärung. Wir sind durch die grundlose Schlechtigkeit des Széndi so sehr herunter gekommen, daß wir dringend nicht länger tranquilisiren können. Sie werden mir obige Erklärung um so weniger übel deuten, da die ersten Briefe von H. Hufeland und mir schon ziemlich alt sind [.]" Gewicht (Gramm): 20.
Language: German
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Manuscript / Paper Collectible
Halle, 24. V. 1817, 4° (23,5 x 19,5 cm). 3 Seiten. Doppelblatt mit Adresse und Siegelrest. An den Chirurgen Philipp Franz von Walther (1782-1849), der 1804-18 Professor in Landshut war und dann nach Bonn berufen wurde: "[.] Ihr letztes freundschaftliches Schreiben schlägt mich insofern sehr nieder, als es so gut als eine Erklärung ist daß Sie nie in unsern Staat kommen wollen; denn 2000 rth. Gehalt dürften (außer Berlin, für welches immer Geld da ist) nie Gehalt gegeben werden. Sagen Sie mir doch zu, ich bitte Sie inständig, ob Sie nur unter diesen Bedingungen kommen würden. Es liegt mir sehr daran, es zu wissen, da es wenigstens für jetzt den Anschein hat als dürfte ich wegen der Guidi-Weinhold Sache hier auf des Ministers Schuld in der Menge an Verdrießlichkeiten verurteilt werden, die es mir wenigstens wünschenswerth machten nach Bonn zu gehen, worauf ich auf Ihre Eventualität angetragen habe [.] was wegen der großen Entfernung von Berlin auch anderweitig gut seyn würde. Bonn würde auch deshalb sehr vorzuziehen seyn, weil, wenn man mit Vernunft verfährt, Bonn besser werden muß als die übrigen preussischen Universitäten, die alle an den Nachtheilen [?] leiden urtümliche philosophische Fakultäten zu haben, wie freilich die unsere alle übertrifft - denn etwas ähnliches möchte sich schwerlich zusammenlegen lassen. Geben sie mir nur einen guten Rath, wenn man als Kliniker für Bonn wählte, falls die Regierung wählen läßt und nicht etwa einen von unsern beiden hiesigen hinsetzt, wo ich dann, wenigstens falls es Krukenberg wäre auf keinen Fall hingehen würde und auch Ihnen und jedem mit dem ich es ehrlich meine auf jeden Fall davon abrathen würde, indem er, wie ich durch 3jährige partheilose Belehrung überzeugt bin, im höchsten Grade [.] fürchterlich arrogant [.] ist; alles Eigenschaften, die desto schlimmer sind, da er in Berlin mehrere nicht unwichtige Compagnons (!) hat, welche es ihm möglich machen, über alle Beßere den Sieg davon zu tragen. Daß Sie nach H[eidelberg] zu gehen denken, wundert mich. Vielleicht ziehen Sie persönliche Verhältnisse dahin, jetzt ist die dortige Regierung nicht sehr liberal und die Existenz in einem kleinen Staate nicht recht sicher u. angenehm: indessen bitte ich Sie doch, meiner zu denken, da ich nicht wissen kann ob nicht für mich Verhältnisse eintreten, die es mir wünschenswerth machen mich zu expatriieren. Was nützt dem Mann von Ehrgefühl und voll des Dranges, möglichst nützlich zu seyn, die persönliche Achtung seiner Vorgesetzten und eine finanziell gute Lage, wenn er sich von schlechtem Gesindel unterdrücken lassen muß! [.]" - Peter David Krukenberg (1787-1865) wurde 1814 zum außerordentlichen Professor der Medizinischen Fakultät der Universität Halle ernannt und hielt Vorlesungen zur Therapie. Gewicht (Gramm): 20.
Language: German
Seller: Eberhard Köstler Autographen&Bücher oHG, Tutzing, Germany
Manuscript / Paper Collectible
Halle, 20. IV. 1817, 4° (23,5 x 19,5 cm). 3 Seiten. Doppelblatt mit Adresse und Siegelrest. An den Chirurgen Philipp Franz von Walther (1782-1849), der 1804-18 Professor in Landshut war und dann nach Bonn berufen wurde: "[.] Mit Bezugnahme auf meine früheren Schreiben bin ich so frei, Sie noch einmal wegen unserer Angelegenheit zu belästigen. Ich thue, ganz privatim, und bloß zu meiner eigenen Notiz, die Anfrage, ob Sie, trotz dem, was geschehen ist, doch einem Rufe zu uns folgen würden? Diese Anfrage gründet sich auf folgende Umstände: 1.) ist man allgemein mit Weinholds Ernennung höchst unzufrieden und, so er im Lande ist so könnte diese Unzufriedenheit sehr leicht die Folge haben, daß er entweder gar nicht herkäme oder sehr bald wieder wegginge. Würden Sie dann hierher kommen? 2.) in meinem letzten Schreiben an die Behörde erklärte ich bestimmt, daß ich in den höchstwahrscheinlichen Fällen daß W[einhol]ds keinen Nutzen bringen werde, auf Versetzung an die Rheinuniversität dränge, unter der Voraussetzung, daß bei der dortigen Stellenbesetzung neuer Ruf [.] dadurch berücksichtigt würde und schlug vor, Sie als Chirurgen dorthin zu rufen. Würden Sie diesen Ruf annehmen? Zu 1.) bemerke ich noch, daß ich kürzlich privatim den Versuch gemacht habe, Sie trotz W[einhol]ds Ernennung noch für Halle zu gewinnen, indem ich alles, was W[einhol]d gerade hier gegen sich hat, vorstellte, dann auch seine Versetzung an den Rhein und Ihre Berufung hierher antrug. Sie würden mich daher außerordentlich verbinden, wenn Sie mir, durchaus bloß für mich, Ihre Erklärung recht baldigst zukommen ließen. Ich kann nämlich nur unter der Voraussetzung gegen W[einhol]ds Ankommen, oder auf seine Entfernung hinwirken, daß Sie mit Gewißheit kommen denn sonst würde, wie ich mit Bestimmtheit weiß, ein noch weit schlechterer als er, der in einem meiner Briefe erwähnte [Peter] Krukenberg angestellt. Hierüber muß ich erst im Reinen seyn, um nicht der Univ. größeres Unheil zu bereiten. Wenn ich Ihnen nun diese Eröffnung mache, so bitte ich Sie dringend, sie nicht etwa als Beweis anzusehen, daß meine früher geäußerten Wünsche die geringste Änderung erlitten hätten. Ließe es sich möglich machen, daß Sie noch hierher kämen, so wäre mir diese Wendung natürlich die liebste. Ist aber dies nicht der Fall, so komme ich unendlich lieber zu Ihnen als ich an den Rhein gehe, aus sehr vielen Gründen. Haben Sie es echt der Mühe werth gehalten, bei Ihnen für mich zu wirken und sind Sie fest entschlossen, auch im Falle eines neuen Antrags nicht hierher zu kommen, so bitte ich Sie dringend sich in Ihrer Bemühung durchaus nicht unterbrechen zu lassen, und diese unbedingt fortzusetzen, da ja im Fall der letztere glückliche Fall eintreten könnte, alles sehr leicht zu [.] ist. Mit W[einhol]d bleibe ich [.] auf keinen Fall zusammen, da er allgemein in dem Rufe eines im höchsten Grad schlechten, zu collegialischen Verhältnissen völlig untauglichen Menschen steht [.]" - Karl August Weinhold (1782-1829) nahm 1817 die Stelle eines Professors für Chirurgie an der neu vereinigten Universität Halle-Wittenberg an. Gewicht (Gramm): 20.
Language: German
Seller: Eberhard Köstler Autographen&Bücher oHG, Tutzing, Germany
Manuscript / Paper Collectible
Halle, 9. II.1817, 4° (23,5 x 19,5 cm). 3 Seiten. Doppelblatt mit Adresse und Siegelrest. An den Chirurgen Philipp Franz von Walther (1782-1849), der 1804-18 Professor in Landshut war und dann nach Bonn berufen wurde, wegen einer Berufung nach Halle: "[.] Verzeihen Sie, daß ich Sie schon mit einem neuen, und noch dazu nichts Neues enthaltenden Briefe beschwere. Er soll nur das, was ich in meinem letzten sagte bestätigen. Ist es Ihnen wirklich Ernst, zu uns zu kommen so bitte ich Sie dringend, von Ihrer Forderung, hinsichtlich des Gehalts, so viel wie möglich abzulassen, um nicht das Ministerium zum Schaden der guten Sache und der Universität ganz zurückzuschrecken. Ich bemerke nochmals, daß ja einige 100 rth. Gehalt mehr oder weniger gerade bei einem Professor, der zugleich Fakultätsmitglied (denn diese Stelle ist Ihnen gewiß) u. Praktiker ist, wirklich durchaus nicht der Rede werth sind. Indem ich Ihnen dies sage, bitte ich Sie auf der anderen Seite dringend, überhaupt zu sagen, daß ich alles, sowohl beim H. Minister selbst als dem Hrn. Studiendirektor [.] angewandt habe um Ihnen die 1800 f. wirklich zu verschaffen. Ein zu befürchtender Haupteinwand dürfte seyn, daß eine Menge Professoren, und schlechtesten am lautesten, über ein ungewöhnlich hohes Gehalt schreien würden [.] Von der Quelle aus, welche ich meine, fließt schon das sehr bestimmt besondere Gerücht, daß Sie, durch eine Menge von Gründen an Landshut gehalten, auf keinen Fall kommen würden, das glauben Sie, daß, noch ehe ich dies hier hörte, man es in Berlin wußte und es dort nicht zuletzt vor die Ohren der entscheidenden Behörde gelangte [.]" - Schöner Brief. Gewicht (Gramm): 20.