Wer sind Sie? Stellen Sie sich bitte vor!
Mein Name ist Jens Olbrich. Daheim bin ich in einem schönen, kleinen Dorf im Bundesland Brandenburg. Ich arbeite als Techniker, bin Medienfotograf (FH), Autor und überdies Vater von zwei Töchtern, die inzwischen dem Kindesalter entwachsen, ihre eigenen, erfolgreichen Wege gehen und auf die ich sehr stolz bin.
Sie sind Techniker, Medienfotograf und …
… ja, und Autor. Breit gefächert und doch so unterschiedlich nicht. Klar, die nüchterne und geradlinige Präzision, welche die Technik scheinbar voraussetzt, verleitet dazu, ihr die Kreativität abzusprechen. Aber dem ist nicht so. Aufgaben löst man oft, indem man bekannte Wege verlässt und auf Basis seines Wissens sprichwörtlich um die Ecke denkt, also seine Phantasie benutzt. Und viel anders ist es in der Fotografie und in der Schriftstellerei auch nicht. Man setzt sich ein Ziel, stellt sich ein bestimmtes Foto vor und sucht dann technische Wege und die richtigen Umstände, um dieses Bild mit genau den gewollten Effekten zu bekommen. Oder man versetzt sich in den Helden seiner Geschichte hinein und überlegt, was ihm alles widerfahren könnte, was kann er sehen, riechen, fühlen oder anstellen auf dem Weg zum Finale der Geschichte. Letzteres sollte man natürlich vorher schon im Auge haben. Aber ansonsten ist alles offen. Der Held kann fallen oder fliegen.
Was können Sie nicht?
Es gibt vieles, was ich nicht kann. Diese Dinge betrachte ich aber eher als Herausforderung. Eines konnte ich dennoch nie, und da möchte ich auch keinen Ehrgeiz entwickeln um es zu erlernen – es fällt mir sehr schwer, nichts zu tun.
In Ihrer ersten Veröffentlichung verarbeiteten Sie ein Märchen der Brüder Grimm zu reimen und bebilderten diese mit Fotomontagen. Die jüngste Veröffentlichung ist ein Phantasie-Roman, also letztendlich ein modernes Märchen. Ist das Ihr Genre?
Die Realität umgibt mich täglich. Ich erlebe sie, lese von ihr in der Zeitung, sehe und höre sie in den Fernseh- und Radionachrichten. Der Reiz der Phantasie liegt für mich darin, dieser Realität für kurze Zeit zu entrinnen, einmal abzuschalten. Als Autor habe ich zudem die Möglichkeit, Verläufe selbst lenken zu können. Gern mische ich Perspektiven der Genres Abenteuer und Krimi in meine Geschichten und lasse sie, soweit als möglich in der realen Welt spielen. Aber der phantastische Grundtenor bleibt. Und … irgendwie ist es doch reizvoll sich vorstellen zu können, dass die alte Dame, welche einem vielleicht auf der Straße begegnet, eine gute Hexe sein könnte. Oder eben der böse dreinblickende Herr im schwarzen Anzug der Teufel. Oder die Nebelschwaden am Abend im Schilf des Sees …
Was planen Sie für die Zukunft?
Ich arbeite an einer Fortsetzung von Luzifer. Ich hoffe damit Ende nächsten Jahres, also 2017, fertig zu werden. Nebenbei stecke ich in der Planung für ein weiteres gereimtes Märchen analog Rotkäppchen. Die Handpuppen habe ich bereits. Ich muss sie nur noch restaurieren. Und weitere Utensilien sowie die entsprechenden Locations als Hintergründe müssen beschafft und gesucht werden. Also … zu tun habe ich noch ein bisschen, bevor Schneewittchen in meinen Reimen ihren Prinzen findet und Luzifer die nächsten Abenteuer besteht.
Viel Spaß beim Lesen wünscht – Jens Olbrich