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Studibuch, Stuttgart, Germany
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364 Seiten; 9783515117845.1 Gewicht in Gramm: 1. Seller Inventory # 939264
Warum trauerten romische Senatoren standig? Vielfach berichten antike Quellen davon, dass die Romer Trauergewander anlegten, sich einen Bart wachsen liessen, bisweilen hemmungslos weinten und sich in Verzweiflung sogar die Kleider vom Leib rissen - typische Bestandteile romischer Trauerkultur, ohne dass ein Todesfall vorlag. Christopher Degelmann geht in seiner Studie diesem Phanomen nach, indem er einerseits aufzeigt, wie fest Zeichen und Gesten des Trauerns in der romischen Politik zwischen 200 v. und 69 n. Chr. verankert waren, auch wenn sie in ihrer Wahrnehmung und Bewertung immer ambivalent blieben. Andererseits untersucht Degelmann den gezielten Einsatz solcher Szenen durch antike Literaten und stellt die verschiedenen Ausdrucksformen von Trauer zusammen. Er kommt zu dem Ergebnis, dass Angehorige der Oberschicht einige Symbole des Trauerns mit einem breiten Spektrum anderer Elemente aus der romischen Lebenswelt kombinierten, um ihren Standpunkt in der politischen Auseinandersetzung zu festigen oder Gegner zu sabotieren. So entsteht ein neues Bild der politischen Kultur im alten Rom.
About the Author: Christopher Degelmann studierte Geschichte, Religions- und Literaturwissenschaft. Gegenwartig ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Humboldt-Universitat zu Berlin tatig. Zuvor forschte er an der Georg-August-Universitat Gottingen und am Max-Weber-Kolleg fur kultur- und sozialwissenschaftliche Studien. Seine Interessen umfassen unter anderem die politische Kultur des alten Roms und antike Religionsgeschichte.
Title: Squalor: Symbolisches Trauern in der ...
Publisher: Franz Steiner Verlag
Publication Date: 2018
Binding: paperback
Condition: Wie neu