»Ohne eine Rückkehr zur rechtsgeschichtlichen und anthropologischen Reflexion des Abendlandes« werden wir »blind in noch nie dagewesenes Unglück rennen«. Pierre Legen¬dres Denken lässt eine gewisse apokalyptische Note, eine Tendenz zur Erwartung der Endzeit erkennen. Den drohenden Weltuntergang aufzuhalten, dazu soll auch die Rechtsgeschichte einen entscheidenden Beitrag leisten können. Wie Stephan Meder zeigt, ist damit das Thema des Katechon angesprochen, in dessen Schatten Legendres Werk steht. Das Katastrophenszenario, das Legendre für das »Abendland« entwirft, soll einen Deutungsrahmen bieten, auf dessen Grundla¬ge aktuelle Krisenerfahrungen in größere kulturhistorische Zusammenhänge einge¬ordnet werden können: Wir müssen »versuchen, ganz auf der Höhe der Probleme der Ultramoderne zu sein, die so schwierig zu formulieren sind«. Dass die Rechts¬geschichte bei diesem Unterfangen eine Schlüsselrolle spielt, steht - wie das vorliegende Buch detailliert nachweist - für Legendre außer Zweifel. Ihr kommt die heikle Aufgabe zu, das Bewusstsein der Gegenwart für die Notwendigkeit eines grundlegenden Wandels, einer Umkehr, zu schärfen: »Ohne eine starke Dosis an historischer Gelehrsamkeit, die sich dem Einsatz der Normativi¬tät zuwendet, wird man kaum durchschauen können, ob die Staaten westlichen Zuschnitts schon auf die Seite gekippt sind«. Im Hintergrund steht die Frage, ob es möglich ist, ein Geschehen aufzuhalten, das »vermittels dehumanisierender Kasuisti¬ken und Gesetzgebungen« das normative System »in die innere Selbstzerstörung hineinzieht« und darauf hinausläuft, dass »die neuen Generationen zerbrechen«. Stephan Meders eindrückliche Studie hilft zu verstehen, was aus Legendres schillerndem Werk für die Gegenwart zu lernen ist.
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Taschenbuch. Condition: Neu. Neuware -Pierre Legendres Denken durchzieht eine gewisse apokalyptische Note. Er befürchtet, dass die westlichen Gesellschaften »blind in noch nie dagewesenes Unglück rennen«, und sieht eine massenmörderische Welt ohne Gesetz heraufziehen. Mit »Rechtsgeschichte als Katechon« ist die Vorstellung verbunden, dass das Studium der Rechtsbildung in Europa als eine schützende Kraft - als »Aufhalter« - gegen den moralischen und normativen Zusammenbruch wirken kann: Lediglich »die Rückkehr zur rechtsgeschichtlichen und anthropologischen Reflexion des Abendlandes« verspreche, so Legendre, eine drohende Katastrophe zu verhindern. Stephan Meder untersucht Legendres interdisziplinäres Programm einer dogmatischen Anthropologie mit Blick auf dessen rechtshistorische Stichhaltigkeit. Es erweist sich, trotz einiger Missgriffe, als erstaunlich robust und wissenschaftlich anschlussfähig. In herausragender Weise ist es dazu geeignet, aktuelle Krisenerfahrungen in größere kulturhistorische Zusammenhänge einzuordnen und Aufschluss über politische Prozesse der Gegenwart zu geben. 312 pp. Deutsch. Seller Inventory # 9783958324626
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Taschenbuch. Condition: Neu. Neuware -Pierre Legendres Denken durchzieht eine gewisse apokalyptische Note. Er befürchtet, dass die westlichen Gesellschaften »blind in noch nie dagewesenes Unglück rennen«, und sieht eine massenmörderische Welt ohne Gesetz heraufziehen. Mit »Rechtsgeschichte als Katechon« ist die Vorstellung verbunden, dass das Studium der Rechtsbildung in Europa als eine schützende Kraft - als »Aufhalter« - gegen den moralischen und normativen Zusammenbruch wirken kann: Lediglich »die Rückkehr zur rechtsgeschichtlichen und anthropologischen Reflexion des Abendlandes« verspreche, so Legendre, eine drohende Katastrophe zu verhindern. Stephan Meder untersucht Legendres interdisziplinäres Programm einer dogmatischen Anthropologie mit Blick auf dessen rechtshistorische Stichhaltigkeit. Es erweist sich, trotz einiger Missgriffe, als erstaunlich robust und wissenschaftlich anschlussfähig. In herausragender Weise ist es dazu geeignet, aktuelle Krisenerfahrungen in größere kulturhistorische Zusammenhänge einzuordnen und Aufschluss über politische Prozesse der Gegenwart zu geben. 312 pp. Deutsch. Seller Inventory # 9783958324626
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Taschenbuch. Condition: Neu. Neuware -Pierre Legendres Denken durchzieht eine gewisse apokalyptische Note. Er befürchtet, dass die westlichen Gesellschaften 'blind in noch nie dagewesenes Unglück rennen', und sieht eine massenmörderische Welt ohne Gesetz heraufziehen. Mit 'Rechtsgeschichte als Katechon' ist die Vorstellung verbunden, dass das Studium der Rechtsbildung in Europa als eine schützende Kraft - als 'Aufhalter' - gegen den moralischen und normativen Zusammenbruch wirken kann: Lediglich 'die Rückkehr zur rechtsgeschichtlichen und anthropologischen Reflexion des Abendlandes' verspreche, so Legendre, eine drohende Katastrophe zu verhindern. Stephan Meder untersucht Legendres interdisziplinäres Programm einer dogmatischen Anthropologie mit Blick auf dessen rechtshistorische Stichhaltigkeit. Es erweist sich, trotz einiger Missgriffe, als erstaunlich robust und wissenschaftlich anschlussfähig. In herausragender Weise ist es dazu geeignet, aktuelle Krisenerfahrungen in größere kulturhistorische Zusammenhänge einzuordnen und Aufschluss über politische Prozesse der Gegenwart zu geben. Seller Inventory # 9783958324626
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Taschenbuch. Condition: Neu. Neuware - Pierre Legendres Denken durchzieht eine gewisse apokalyptische Note. Er befürchtet, dass die westlichen Gesellschaften »blind in noch nie dagewesenes Unglück rennen«, und sieht eine massenmörderische Welt ohne Gesetz heraufziehen. Mit »Rechtsgeschichte als Katechon« ist die Vorstellung verbunden, dass das Studium der Rechtsbildung in Europa als eine schützende Kraft - als »Aufhalter« - gegen den moralischen und normativen Zusammenbruch wirken kann: Lediglich »die Rückkehr zur rechtsgeschichtlichen und anthropologischen Reflexion des Abendlandes« verspreche, so Legendre, eine drohende Katastrophe zu verhindern. Stephan Meder untersucht Legendres interdisziplinäres Programm einer dogmatischen Anthropologie mit Blick auf dessen rechtshistorische Stichhaltigkeit. Es erweist sich, trotz einiger Missgriffe, als erstaunlich robust und wissenschaftlich anschlussfähig. In herausragender Weise ist es dazu geeignet, aktuelle Krisenerfahrungen in größere kulturhistorische Zusammenhänge einzuordnen und Aufschluss über politische Prozesse der Gegenwart zu geben. Seller Inventory # 9783958324626
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Taschenbuch. Condition: Neu. Neuware -Pierre Legendres Denken durchzieht eine gewisse apokalyptische Note. Er befürchtet, dass die westlichen Gesellschaften 'blind in noch nie dagewesenes Unglück rennen', und sieht eine massenmörderische Welt ohne Gesetz heraufziehen. Mit 'Rechtsgeschichte als Katechon' ist die Vorstellung verbunden, dass das Studium der Rechtsbildung in Europa als eine schützende Kraft - als 'Aufhalter' - gegen den moralischen und normativen Zusammenbruch wirken kann: Lediglich 'die Rückkehr zur rechtsgeschichtlichen und anthropologischen Reflexion des Abendlandes' verspreche, so Legendre, eine drohende Katastrophe zu verhindern. Stephan Meder untersucht Legendres interdisziplinäres Programm einer dogmatischen Anthropologie mit Blick auf dessen rechtshistorische Stichhaltigkeit. Es erweist sich, trotz einiger Missgriffe, als erstaunlich robust und wissenschaftlich anschlussfähig. In herausragender Weise ist es dazu geeignet, aktuelle Krisenerfahrungen in größere kulturhistorische Zusammenhänge einzuordnen und Aufschluss über politische Prozesse der Gegenwart zu geben.Velbrück GmbH, Meckenheimer Str. 47, 53919 Weilerswist-Metternich 312 pp. Deutsch. Seller Inventory # 9783958324626
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