Geld. Eine Gesellschaftstheorie der Moderne - Softcover

 
9783958321663: Geld. Eine Gesellschaftstheorie der Moderne

Synopsis

Seit der Veröffentlichung von Georg Simmels Philosophie des Geldes vor mehr als einem Jahrhundert betrachten die Sozialwissenschaften Geld in erster Linie als Tauschmittel. Unser Buch behandelt Geld als ein umfenderes soziales Phänomen, das die Entstehung der modernen Gesellschaft maßgeblich beeinflusst hat und weiter mitbestimmt. Geld ist nicht nur Tauschmittel, sondern auch und insbesondere eine moralische und politische Kategorie. Es kommuniziert Preise und verkörpert damit unzählige Bewertungen und Beurteilungen von Objekten, Dienstleistungen und sozialen Beziehungen. Gleichzeitig nimmt das Geld eine immer wichtigere Rolle in modernen Volkswirtschaften ein, in denen Banken und Finanzdienstleistungen zum neuen Primärsektor aufsteigen. Wir untersuchen die transformatorische Bedeutung der Finanzialisierung entlang der vier klischen Produktivkräfte - Land, Kapital, Arbeit und Wissen - und erörtern die Folgen eines heute schier unbändigen Drangs, fast alles Soziale quantifizieren und zu monetarisieren zu wollen. Was piert mit einer Gesellschaft, in der die materiellen Produkte der Realwirtschaft ihren überragenden Status verlieren und alles rein nach seinem ökonomischen Wert beurteilt wird? Wir leben nicht mehr in einer Gesellschaft, in der ausschließlich die Produkte der Realwirtschaft zählen; in der die klischen Gesellschaftsschichten um die Früchte der Produktion konkurrieren; und auch nicht in einer Zukunft, die einfach eine Erweiterung der Vergangenheit ist.

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