Im Westen, weiß der Autor Andreas Albrecht, ist der Künstler nichts. So spricht nicht selten Wehmut aus seinen Gedichten, die Verlorenes, Weggeworfenes und Verpasstes aufgreifen. Der Dichter ist dann ein Kleins Waldvögelein, das im Schnabel einen Zettel mit einer Nachricht trägt. Aber was, wenn schon alles gesagt und besungen wurde und der Dichter nicht mehr in der Lage ist, nur noch gedrucktes Papier/ auszuspucken-?. Anspruch und Wirklichkeit des Schaffenden werden reflektiert und ergeben - wie kann es anders sein - wieder ein Gedicht. In der Übergangszeit, in der alle Werte umgewälzt wurden und vieles abgewickelt oder wertlos, der Umbau der ehemaligen DDR betrieben wurde, entstanden diese Gedichte. Wie sich der so genannte Neuanfang in den Köpfen abgespielt haben mag, davon zeugt Albrechts Lyrik, die mit unverstelltem Blick Absurditäten einfängt.
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Andreas Albrecht wurde 1951 in Cottbus geboren. Er absolvierte eine Ausbildung zum Rinderzüchter und studierte Physik. 1980 debütierte er mit seinem Erzählband Unter Umständen die Liebe, erschienen im Aufbau-Verlag, Berlin. Er veröffentlichte Prosa, Lyrik und Hörspiele. Der Autor lebt seit 1996 in München. 1997 erhielt er das Münchner Literaturstipendium und war Burgschreiber in Beeskow.
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