Fruits that are not picked fall off the tree or shrub. As a fall fruit, they glow in the grass or on sand, rot, ferment and juice. They spoil, are eaten by birds and wild pigs. Some fall into their laps; when collected they can be squeezed into juice, fermented into musts and fruits, and distilled. The decay shows a nobility that has always stimulated the imagination and irritated to artistic, vocal and culinary enjoyment. It can be seduced by the colours, taste, juices and jams as well as spirit. The fruit is a labsal for the senses; eyes, fracture and tongue excite the taste as well as the grip for the inviting fruits. In biblical myth, man comes before the fall from the tree: Eve reaches for the fruit before it falls and arrives at a knowledge that extends beyond enjoyment. At the moment of access, a mind stimulus drives them: curiosity--a need that is directed not only to taste, but above all on knowledge. And it wonders why the creator wanted to deprive his creaturely image the secret of culture, the knowledge of good and evil. In this stimulus, the momentum of curiosity before the fall, as in the enjoyment of the fallen fruit, a motif can be recognized that also inspires the aphorism: it is similar to the worm that brings the fruit down. The bite into the pulp gives the maturity that tips, in the case transforms its shape and substance and makes it a nature morte. Like still life with fall fruit, the aphorism can be read and understood as the other, the literary flip side of a real object or fact. In it, a statement, a thing is perceived under a changed perspective and takes on a new shape: with Arcimboldo, the flowers, fruits and cabbage heads become the nature morte of a human skull, in aphorism the self-knowledge becomes an irritation. "Know yourself - and you have a problem". Or, "The more justly she distributed her favor, the more disappointed that was perceived." The metamorphosis of the sense of a statement expands perception and comprehension. Most beautiful perhaps when the fallen apples shine in a still life of Cézanne or in Trou Normand, the Calvados with fruits, between the courses of a menu - den; when an aphorism to allegory is surrounded in the poem or by a poem.
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Taschenbuch. Condition: Neu. Neuware -Früchte, die nicht gepflückt werden, fallen vom Baum oderStrauch. Als Fallobst leuchten sie im Gras oder auf Sand, faulen, gären und saften. Sie verderben, werden von Vögeln und Wild- schweinen gefressen. Manchem fallen sie in den Schoß; wenn man sie sammelt, können sie zu Saft gepresst, zu Most und Obstlern vergoren und destilliert werden.Der Verfall zeigt eine Noblesse, die seit je die Phantasie an ge regt und zu bildnerischem, gesanglichem und kulina-rischem Genuss gereizt hat. Sie lässt sich von den Farben, dem Ge schmack, den Säften und Konfitüren sowie dem Spiritus ver führen. Das Streuobst ist ein Labsal für die Sinne; Augen, Ge ruch und Zunge erregen den Geschmack sowie den Griff nach den einladenden Früchten.Im biblischen Mythos kommt der Mensch dem Fall vom Baum zuvor: Eva greift nach der Frucht, bevor sie fällt und gelangt zu einer Erkenntnis, die über den Genuss hinausreicht. Im Moment des Zugriffs treibt ein Verstandesreiz sie an: die Neugier - ein Bedürfnis, das sich nicht nur auf den Geschmack, sondern vor allem auf das Wissen richtet. Und es fragt sich, warum der Schöpfer seinem kreatürlichen Ebenbild das Geheimnis der Kul- tur, die Erkenntnis von Gut und Böse, vorenthalten wollte. In diesem Reiz, dem Momentum der Neugier vor dem Fall, lässt sich, wie im Genuss der gefallenen Frucht, ein Motiv erkennen, das auch den Aphorismus beflügelt: er ist dem Wurm ähnlich, der das Obst zu Fall bringt. Der Stich ins Fruchtfleisch verpasst der Reife jenen Schlag, der sie kippt, im Fall ihre Form und Substanz verwandelt und zur Nature morte macht.Wie das Stillleben mit Fallobst kann der Aphorismus als das An- dere, die literarische Kehrseite eines realen Gegenstandes oder Tatbestandes gelesen und begriffen werden. In ihm wird eine Aussage, ein Ding unter einer veränderten Perspektive wahrge- nommen und nimmt eine neue Gestalt an: Bei Arcimboldo wer- den Blumen, Früchte und Kohlköpfe zur Nature morte eines menschlichen Schädels, im Aphorismus wird aus der Selbster- kenntnis eine Irritation. 'Erkenne dich selbst - und du hast ein Problem'. Oder: 'Je gerechter sie ihre Gunst verteilte, desto enttäuschter wurde das wahrgenommen.' Die Metamorphose des Sinns einer Aussage erweitert die Wahrnehmung und das Begreifen.Am schönsten vielleicht, wenn die gefallenen Äpfel in einem Stillleben von Cézanne leuchten oder im Trou normand, dem Calvados mit Früchten, zwischen den Gängen eines Menüs en- den; wenn ein Aphorismus zur Allegorie im Gedicht oder von einem Gedicht umspielt wird. 110 pp. Deutsch. Seller Inventory # 9783910246331
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Taschenbuch. Condition: Neu. Neuware -Früchte, die nicht gepflückt werden, fallen vom Baum oderStrauch. Als Fallobst leuchten sie im Gras oder auf Sand, faulen, gären und saften. Sie verderben, werden von Vögeln und Wild- schweinen gefressen. Manchem fallen sie in den Schoß; wenn man sie sammelt, können sie zu Saft gepresst, zu Most und Obstlern vergoren und destilliert werden.Der Verfall zeigt eine Noblesse, die seit je die Phantasie an ge regt und zu bildnerischem, gesanglichem und kulina-rischem Genuss gereizt hat. Sie lässt sich von den Farben, dem Ge schmack, den Säften und Konfitüren sowie dem Spiritus ver führen. Das Streuobst ist ein Labsal für die Sinne; Augen, Ge ruch und Zunge erregen den Geschmack sowie den Griff nach den einladenden Früchten.Im biblischen Mythos kommt der Mensch dem Fall vom Baum zuvor: Eva greift nach der Frucht, bevor sie fällt und gelangt zu einer Erkenntnis, die über den Genuss hinausreicht. Im Moment des Zugriffs treibt ein Verstandesreiz sie an: die Neugier - ein Bedürfnis, das sich nicht nur auf den Geschmack, sondern vor allem auf das Wissen richtet. Und es fragt sich, warum der Schöpfer seinem kreatürlichen Ebenbild das Geheimnis der Kul- tur, die Erkenntnis von Gut und Böse, vorenthalten wollte. In diesem Reiz, dem Momentum der Neugier vor dem Fall, lässt sich, wie im Genuss der gefallenen Frucht, ein Motiv erkennen, das auch den Aphorismus beflügelt: er ist dem Wurm ähnlich, der das Obst zu Fall bringt. Der Stich ins Fruchtfleisch verpasst der Reife jenen Schlag, der sie kippt, im Fall ihre Form und Substanz verwandelt und zur Nature morte macht.Wie das Stillleben mit Fallobst kann der Aphorismus als das An- dere, die literarische Kehrseite eines realen Gegenstandes oder Tatbestandes gelesen und begriffen werden. In ihm wird eine Aussage, ein Ding unter einer veränderten Perspektive wahrge- nommen und nimmt eine neue Gestalt an: Bei Arcimboldo wer- den Blumen, Früchte und Kohlköpfe zur Nature morte eines menschlichen Schädels, im Aphorismus wird aus der Selbster- kenntnis eine Irritation. 'Erkenne dich selbst - und du hast ein Problem'. Oder: 'Je gerechter sie ihre Gunst verteilte, desto enttäuschter wurde das wahrgenommen.' Die Metamorphose des Sinns einer Aussage erweitert die Wahrnehmung und das Begreifen.Am schönsten vielleicht, wenn die gefallenen Äpfel in einem Stillleben von Cézanne leuchten oder im Trou normand, dem Calvados mit Früchten, zwischen den Gängen eines Menüs en- den; wenn ein Aphorismus zur Allegorie im Gedicht oder von einem Gedicht umspielt wird. 110 pp. Deutsch. Seller Inventory # 9783910246331
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Taschenbuch. Condition: Neu. Neuware -Früchte, die nicht gepflückt werden, fallen vom Baum oderStrauch. Als Fallobst leuchten sie im Gras oder auf Sand, faulen, gären und saften. Sie verderben, werden von Vögeln und Wild- schweinen gefressen. Manchem fallen sie in den Schoß; wenn man sie sammelt, können sie zu Saft gepresst, zu Most und Obstlern vergoren und destilliert werden.Der Verfall zeigt eine Noblesse, die seit je die Phantasie an ge regt und zu bildnerischem, gesanglichem und kulina-rischem Genuss gereizt hat. Sie lässt sich von den Farben, dem Ge schmack, den Säften und Konfitüren sowie dem Spiritus ver führen. Das Streuobst ist ein Labsal für die Sinne; Augen, Ge ruch und Zunge erregen den Geschmack sowie den Griff nach den einladenden Früchten.Im biblischen Mythos kommt der Mensch dem Fall vom Baum zuvor: Eva greift nach der Frucht, bevor sie fällt und gelangt zu einer Erkenntnis, die über den Genuss hinausreicht. Im Moment des Zugriffs treibt ein Verstandesreiz sie an: die Neugier - ein Bedürfnis, das sich nicht nur auf den Geschmack, sondern vor allem auf das Wissen richtet. Und es fragt sich, warum der Schöpfer seinem kreatürlichen Ebenbild das Geheimnis der Kul- tur, die Erkenntnis von Gut und Böse, vorenthalten wollte.In diesem Reiz, dem Momentum der Neugier vor dem Fall, lässt sich, wie im Genuss der gefallenen Frucht, ein Motiv erkennen, das auch den Aphorismus beflügelt: er ist dem Wurm ähnlich, der das Obst zu Fall bringt. Der Stich ins Fruchtfleisch verpasst der Reife jenen Schlag, der sie kippt, im Fall ihre Form und Substanz verwandelt und zur Nature morte macht.Wie das Stillleben mit Fallobst kann der Aphorismus als das An- dere, die literarische Kehrseite eines realen Gegenstandes oder Tatbestandes gelesen und begriffen werden. In ihm wird eine Aussage, ein Ding unter einer veränderten Perspektive wahrge- nommen und nimmt eine neue Gestalt an: Bei Arcimboldo wer- den Blumen, Früchte und Kohlköpfe zur Nature morte eines menschlichen Schädels, im Aphorismus wird aus der Selbster- kenntnis eine Irritation. 'Erkenne dich selbst - und du hast ein Problem'. Oder: 'Je gerechter sie ihre Gunst verteilte, desto enttäuschter wurde das wahrgenommen.' Die Metamorphose des Sinns einer Aussage erweitert die Wahrnehmung und das Begreifen.Am schönsten vielleicht, wenn die gefallenen Äpfel in einem Stillleben von Cézanne leuchten oder im Trou normand, dem Calvados mit Früchten, zwischen den Gängen eines Menüs en- den; wenn ein Aphorismus zur Allegorie im Gedicht oder von einem Gedicht umspielt wird. Seller Inventory # 9783910246331