Freiheit und Wahrheit konnen als Ideale bezeichnet werden, die auch dem Strafrecht als unentbehrliche Grundbegriffe dienen. Trotz der vermeintlichen Unentbehrlichkeit sind die genauen Inhalte beider Begriffe alles andere als eindeutig bestimmt. Diese Arbeit untersucht den Gebrauch dieser Ideale innerhalb ausgewahlter strafrechtswissenschaftlicher Problemfelder. Der Freiheitsbegriff wird dabei insbesondere im Kontext der Strafzwecklehre problematisiert. In kritischer Auseinandersetzung mit der aktuellen Rezeption der Straftheorie Hegels, dessen Philosophie der Freiheit ausfuhrlich vorgestellt wird, soll eine freiheitstheoretische Basis der gesamten Strafrechtswissenschaft skizziert werden. Die Prazisierung eines strafrechtsrelevanten Freiheitsbegriffs, der auf die freie Subjektivitat von Personen im Recht abstellt, wird dabei einerseits im Kontrast zu individualistischen Freiheitskonzeptionen erprobt, die etwa in romantischen und neo-liberalen Theorien vertreten werden. Andererseits wird die neurowissenschaftliche Kritik am freien Willen diskutiert und zuruckgewiesen. Im zweiten Teil geht es um den ambivalenten Umgang mit dem Wahrheitsbegriff innerhalb der Strafprozessrechtslehre, in der die Ermittlung der (materiellen) Wahrheit einerseits als Idealvorstellung hochgehalten wird, wahrend andererseits z.B. im Rahmen der Absprachenproblematik vermehrt auf informelle Erledigungsstrategien gesetzt werden soll.
"synopsis" may belong to another edition of this title.
Seller: Antiquariat Werner Haschtmann, Frankfurt a.M., Germany
Über Freiheit und Wahrheit in der Straftheorie und Strafprozessrechtslehre. Habilitationsschrift, 694 S. okart. guter Zustand, Widmung d.Autors. Juristische Abhandlungen ; Bd. 50. Seller Inventory # 143276BB
Seller: medimops, Berlin, Germany
Condition: good. Befriedigend/Good: Durchschnittlich erhaltenes Buch bzw. Schutzumschlag mit Gebrauchsspuren, aber vollständigen Seiten. / Describes the average WORN book or dust jacket that has all the pages present. Seller Inventory # M03465035607-G