Geschichte der deutschen Union, Ritter, 1867/73, HOFBIBLIOTHEK D

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Geschichte der deutschen Union, Ritter, 1867/73, HOFBIBLIOTHEK DONAUESCHINGEN, rara. Geschichte der deutschen Union von den Vorbereitungen des Bundes bis zum Tode Kaiser Rudolfs II. 1598-1612 Moritz Ritter, Privatdocent der Geschichte an der Universität zu München, 2 Bde., 8°, 22x14 cm., orig. Hldr., Bd. I: XII, 293 S., I Bll., Bd. II: X, 271 S. gering gebräunt. PROVENIENZ: HOFBIBLIOTHEK DONAUESCHINGEN.--Von großer Seltenheit--- Deutsche Union oder auchProtestantische Union Gründungsurkunde der protestantischen Union vom 14. Mai 1608, heute im Bayerischen Hauptstaatsarchiv Die Protestantische Union, auch Union von Auhausen oder Deutsche Union, war ein 1608 in Auhausen (Fürstentum Ansbach, heute Landkreis Donau-Ries, Bayern) ins Leben gerufener Zusammenschluss von acht protestantischen Fürsten und 17 protestantischen Städten im Heiligen Römischen Reich. Seit dem Augsburger Religionsfrieden galten das katholische und das lutherische Glaubensbekenntnis im Reich als gleichberechtigt. Ende des 16. Jahrhunderts war das Verhältnis der Konfessionen zunehmend von Misstrauen erfüllt. Die Auseinandersetzungen gewannen an Schärfe und eskalierten im Kölner Krieg und im Straßburger Kapitelstreit. Bemühungen des calvinistischen Pfälzer Kurfürsten Friedrich IV., die untereinander gespaltenen Protestanten zu einem Bündnis gegen die empfundene spanische Bedrohung" zu vereinen, scheiterten zunächst am Widerstand der von Kursachsen angeführten Lutheraner. 1606/07 spitzte sich die Lage in den Kreuz- und Fahnengefechten weiter zu, als Rat und Bürgerschaft der mehrheitlich protestantischen Reichsstadt Donauwörth eine katholische Prozession störten. Kaiser Rudolf II. verhängte die Reichsacht über die Stadt und übertrug die Exekution dem bayerischen Herzog Maximilian I. gegen geltendes Recht, denn Maßnahmen gegen die schwäbische Stadt wären Sache des vom protestantischen Württemberg geführten Schwäbischen Kreises gewesen. Maximilian nutzte die Gelegenheit, um die Stadt noch im Dezember 1607 in Besitz zu nehmen und in der Folge zu rekatholisieren. Auf dem im Januar 1608 in Regensburg eröffneten Reichstag brachten die Protestanten ihre Missbilligung zum Ausdruck und forderten eine förmliche Bestätigung des Augsburger Religionsfriedens. Versuche einer Verständigung scheiterten; handlungsunfähig geworden, endete der Reichstag am 27. April 1608 ohne Reichsabschied. Durch die Ereignisse von Regensburg sahen sich die Protestanten in ihrem Misstrauen gegenüber den Institutionen des Reichs bestätigt. In ihren Augen vertrat der Kaiser nicht mehr die Interessen des Reichs, sondern diejenigen der katholischen Kirche und des Hauses Habsburg. Anfang Mai 1608 lud der Ansbacher Markgraf Joachim Ernst die protestantischen Fürsten Süddeutschlands zu Beratungen nach Auhausen ein. Die Tagung begann am 12. Mai. Im Verlauf der fünftägigen Verhandlungen unterzeichneten die Fürsten mehrere Abkommen, so am 14. Mai 1608 den eigentlichen Unionsvertrag. Beteiligt waren Friedrich IV. von der Pfalz, vertreten durch seinen Bevollmächtigten Christian von Anhalt, der württembergische Herzog Johann Friedrich, Prinz Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg sowie die Markgrafen Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach, Christian von Brandenburg-Kulmbach und Georg Friedrich von Baden. Der vorläufig auf zehn Jahre befristete Pakt war als reines Defensivbündnis formuliert: die Mitglieder versprachen sich gegenseitige Hilfe, wenn eins oder anderes von uns [.] angegriffen wird. Mitglieder der Protestantischen Union Gründungsmitglieder (1608): Spätere Beitritte: Pfalz Hessen-Kassel Ansbach Pfalz-Zweibrücken Kulmbach Sachsen-Anhalt Baden-Durlach Öttingen Pfalz-Neuburg (Austritt 1617) 17 Reichsstädte, (u. a. Straßburg, Nürnberg, Ulm) Noch im Jahr 1608 stießen weitere Mitglieder zur Union: das Gesamthaus Anhalt, Pfalz-Zweibrücken und Oettingen-Oettingen. Kursachsen mit ins Bündnis zu holen gelang nicht. Dagegen führten entsprechende Verhandlungen mit protestantischen Reichsstädten zum Er.…

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Geschichte der deutschen Union, Ritter, 1867/73, HOFBIBLIOTHEK D
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Ritter Moritz, 1840-1923
Publisher
Ritter Moritz, 1840-1923
Publication year
1867
Condition
Gut
Binding
Hardcover
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