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Flucht aus Anatolien eine Flucht eines Deutschen zur Zeit des Zweiten Weltkrieges von Wilhelm Matthiessen mit Bildern von Walter Rieck

Matthießen, Wilhelm,

ISBN 10: 3588001174 / ISBN 13: 9783588001171
Published by Hermann Schaffstein Verlag Köln, 1955
Hardcover
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20 cm 95 S. illustrierter pappeinband. Gebrauchsspuren, bibliotheksexemplar mit stempel und einträgen,foliert,papiergebräunte seiten, "Flucht aus Anatolien.Als Kemal Pascha, der 1919 "in Anatolien den türkischen Widerstand gegen die Alliierten und Griechen organisiert hatte, zwei Jahre später gegen Smyrna vorrückte, befand sich der junge Deutsche, der hier seine Erlebnisse berichtet, auf gefahrvoller Flucht zur Küste des Ägäischen Meeres. Er hoffte, sich dort einschiffen zu können, doch bald zeigte sich, daß flüchtende griechische Soldaten ringsum das Land bereits unsicher machten. Der Flüchtling schlüpfte deshalb abseits in einem verlassen erscheinenden Wirtshaus unter, wo er Latife, eine junge Türkin, mit ihrem von Griechen verwundeten Vater und deren jungen Diener Murad vorfand.Nach dem Tode des Vaters machen sich der Erzähler, Latife und Murad nächtlicherweile auf den Weg zu Vater Hilarion, einem griechischen Einsiedler, der Latifes Vater kannte. Nach gefährlichen Begegnungen und Abenteuern kommen sie unter Hilarions Führung , und Schutz zu einem eingeborenen Fischer, der die Flüchtlinge auf die "Insel der Verdammten" bringt, von wo sie nach einem Kampf mit »5 Diebesgesellen, die einen reichen Armenier ausgeraubt hatten, auf dessen Jacht aus der Hölle von Smyrna entkommen. Diese Erzählung, die ein schönes Zeugnis menschlicher Hilfsbereit-schaft in Zeiten allgemeiner Not ist, vermittelt bei ständig steigender Spannung interessante Einblicke in das Land und in die Weltanschauung der mohammedanischen Türken.Mit vielen Federzeichnungen und einem vierfarbigen Einbandbild von Walter Rieck.im griechisch - türkischen Krieg flieht ein junger Deutscher aus Anatolien. Spannend und informativ geschriebene Abenteuergeschichte aus einem Krieg, der bei uns kaum bekannt ist, aber für die griechisch - türkischen Beziehungen noch heute eine große Bedeutung hat .Latife .die alte Türkei war zusammengebrochen, und ich hatte allen Grund, wie man sagt, "die Mücke zu machen". Gewiß, ich war nicht eigentlich Soldat, - dazu war ich noch ein etwas zu junges Bürschchen. Aber mein Vater war bei der deutschen Gesandtschaft in Konstantinopel, und zwar schon lange, so daß ich bereits als Sechzehnjähriger ziemlich geläufig türkisch und arabisch sprach, weil ich mich eben viel herum trieb und überall die Ohren weit aufsperrte, mir alles notierte, was es zu notieren gab, und dann abends in meinem Kämmerchen brav die Lehrbücher, Grammatiken und Lexika wälzte. So kam ich, zu meiner Freude, ehe ich's mir versah, zum Heer, durch deutsche Offiziere, Freunde meines Vaters, die nichts nötiger brauchten als einen sprachkundigen Dolmetscher. Damit war ich, wie man im zweiten Weltkrieg gesagt hätte, eine Art "Wehrmachtshelfer" geworden. Und in dieser Eigenschaft hörte ich manches, was sonst niemand erfuhr. Daß ich meine Weisheit nutzte, wo es nur ging, versteht sich bei so einem Naseweis, wie ich es war, von selbst. So glückte es mir - ich will nur dies eine erwähnen ?, einem braven armenischen Kaufmann aus Istambul, der die Botschaft mit Wein belieferte, das Leben zu retten, ? eben in den schrecklichen Zeiten, als Enver Pascha die Armenier ausrottete. Aber für mich kam das dicke Ende nach. Denn als ich wieder einmal ein paar Wochen im Stab des deutschen Truppenkommandos gewirkt hatte und die Sache dann wie über Nacht zusammenbrach, fand ich, nach Istambul zurückgekehrt, das deutsche Gesandtschaftspalais in Böjükdere, -etliche Kilometer ostwärts der Hauptstadt Istambul, - öde und verlassen. Das ganze Personal der Gesandtschaft war ausgewiesen oder interniert. Da wußte ich denn keine andere Zuflucht als zu meinem Armenier. Der Mann benahm sich an.den Engländern oder den Franzosen, die jetzt Stambul besetzten, von einem Gefangenenlager ins andere schleppen zu lassen, noch zu den Türken zu gehen. Die hätten mir vielleicht auch allerhand iibelgenommen. Der brave Kerl besorgte mir also ? Armenier können alles besorgen ? erstens einen echten serbischen Paß, . 400 Gramm. Bookseller Inventory # 592126452

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Bibliographic Details

Title: Flucht aus Anatolien eine Flucht eines ...

Publisher: Hermann Schaffstein Verlag Köln

Publication Date: 1955

Binding: Pappband

Edition: 5.-8 tausend..

Book Type: Buch

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